Gelände 2018 15

Begleithundeprüfung Kimbaland

Präambel

Jede Erziehung ist zuerst das Ergebnis des Zusammenlebens miteinander und des Verständnisses füreinander, dies gilt auch für die Erziehung des Hundes in der Familie. Jeder Hund wird bereitwillig lernen, wenn ihn eine gute Hand führt. Deshalb wird die Ausbildung des Hundes in Gehorsam, Leinenführigkeit und Verkehrssicherheit keinem Hundehalter Schwierigkeiten machen, der sich ernsthaft mit der Erziehung seines Hundes befasst.
Der gut erzogene Hund, auf den sich der Hundeführer in jeder Situation verlassen kann, der andere nicht belästigt oder gefährdet, ist Beweis verantwortungsbewusster Hundehaltung und echter Hundefreundschaft. Die Erziehung zu Gehorsam und Leinenführigkeit ist außerdem auch der beste Schutz für den Hund.
Drill und Dressur haben in der Ausbildung auf Kimbaland keinen Platz. Die Erziehung auf „Angriff“ und „Schärfe“ ist für den in der Familie gehaltenen Hund abzulehnen und deshalb auf Kimbaland verboten:

Der Hund ist keine Waffe!

Der wohlerzogene, freundliche Hund findet auch Anerkennung bei Nicht-Hundebesitzern, der streunende, kläffende Hund, der wilde Angreifer und Beißer dagegen ist Beispiel für fehlende bzw. nicht artgerechte Erziehung vom Welpenalter an. Dies ist besonders wichtig, wenn durch schlechte Zucht- bzw. Aufzuchtbedingungen bereits beim Welpen Verhaltensstörungen auftreten, die nur bei konsequenter Erziehung ab der Prägungsphase (8. – 16. Woche) auszugleichen sind.

Auch der Gesetzgeber verlangt eine „verkehrssichere Hundehaltung“. Nach §28, Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung „sind Hunde, die den Verkehr gefährden können, von Straßen fernzuhalten, sie sind dort nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet werden, die ausreichend auf sie einwirken können.“

Der Gesetzgeber erwartet also eine verkehrssichere Ausbildung des Hundes.

Ausgebildete Hunde, die auf Zuruf folgen, geraten nicht in Gefahr als „wildernd“ eingeschätzt und im Revier vielleicht sogar abgeschossen zu werden. Außerdem spielt auch bei richterlichen Entscheidungen eine wesentliche Rolle, ob ein Hund eine Ausbildung zum Begleithund genossen hat. Dies bietet dem Hundehalter eine bessere Rechtsposition in Streit- und Versicherungsfällen, als Besitzern völlig unausgebildeter Hunde in gleichen Situationen.

Deshalb bietet die Hundeakademie Kimbaland e.V. allen ihren Mitgliedern und für Hunde jeder Abstammung die Möglichkeit zur Begleithundeausbildung und -prüfung an.

Der Begleithunde-Pass

Die Ausbildung wird durch die bestandene Prüfung des Hundes im Begleithunde-Pass bestätigt.
Der Pass wird mit einem Foto des Hundes versehen und dient damit auch als Identitäts-Nachweis für jeden Hund, z.B. bei Rechtsfällen oder Auslandsreisen. Dieser Pass wird innerhalb einer Woche nach der Prüfung ausgestellt.

Ausbildung und Prüfung

Die Ausbildung des Hundes wird in der nachstehenden Prüfungsordnung beschrieben und umfasst die Leinenführigkeit, das freie Folgen, das korrekte Laufen bei „Fuß“ bzw. „Hand“, den Gehorsam bei Ablenkung, das Abholen und Herankommen des Hundes, seine Wesensfestigkeit sowie sein Verhalten im Straßenverkehr.
Die theoretische Ausbildung der Hundehalter ist Bestandteil jeder normalen Übungsstunde im Kimbaland. Die regelmäßige Teilnahme befähigt die Prüflinge somit zur richtigen Beantwortung der Prüfungsfragen.
Die Prüfung, mit der kein Leistungswettbewerb verbunden ist, wird mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ beurteilt, das Bestehen durch Ausstellung des Begleithunde-Passes bestätigt.

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